So installieren Sie ein VPN mit der Fritz!Box 7590

Wenn Mitarbeiter von zu Hause oder unterwegs auf die Daten und Anwendungen ihres Arbeitgebers zugreifen wollen, kann dies zu Problemen führen, die insbesondere die Sicherheit betreffen. Mit einem Virtual Private Network (VPN) ist es möglich, fritzbox als server und eine sichere Verbindung zwischen Heim- und Firmennetzwerk herzustellen.

So können kleine Büros oder externe Benutzer sicher auf Geräte und Dienste im Firmennetzwerk zugreifen – so als wären sie mit ihrem Computer vor Ort. Möglich wird dies durch ein VPN-Gateway. Die Einrichtung eines VPN ist für den Anwender recht einfach, insbesondere wenn er sich für eine Fritz!Box 7590 mit Easy Connect Funktion entscheidet.

So installieren Sie ein VPN mit der Fritz!Box 7590

In Zeiten der Cyberkriminalität ist es wichtiger denn je, sensible Daten zu schützen. Der Datenverkehr über eine VPN-Verbindung ist vollständig verschlüsselt, so dass keine Daten für Dritte einsehbar sind. Auch ist es dem Internet-Provider oder Mitarbeiter des Unternehmens nicht möglich, Internet-Aktivitäten oder die Nutzung von Diensten oder den Aufenthaltsort von Nutzern zu sehen, da die IP-Adresse anonym bleibt.

Darüber hinaus sind alle Daten, die vom Computer des Benutzers in den sicheren VPN-Tunnel gelangen, wie Passwörter oder die Adresse des Firmen-Intranets, von außen nicht einsehbar. Eine VPN-Verbindung ist daher auch ideal zum Surfen in einem offenen WLAN.

Darüber hinaus können Anwender mit einem Smartphone über VPN sicher auf das Heimnetzwerk zugreifen.

Hintergrundinformationen – VPN in der Fritz!Box

Grundsätzlich gibt es verschiedene technische Ansätze zur Realisierung eines VPN. Die gebräuchlichsten sind IPSec und SSL. IPSec steht für Internet Protocol Security und soll die Kommunikation über IP-Netzwerke sicher machen. Zu diesem Zweck stellt sie Punkt-zu-Punkt-Verbindungen her.

Administratoren nutzen diese Technologie für permanente Verbindungen. Hier wird über eine unabhängige Client-Software ein sicherer Tunnel eingerichtet, der günstiger ist als eine klassische Standleitung.

Ein weiterer Vorteil gegenüber SSL ist, dass das gesamte Netzwerk für autorisierte Benutzer verfügbar ist, so dass die Benutzer nicht warten müssen, bis die Admins für jede Anwendung aktiviert sind. VPN in der Fritz! Box basiert auf dem IPSec-Standard. Bis zu acht VPN-Verbindungen können eingerichtet und auf Wunsch gleichzeitig genutzt werden.

So funktioniert es

Um über die Fritz!Box 7590 auf das Firmennetzwerk zuzugreifen, fungiert sie als VPN-Client, der sich mit einem VPN-Server verbindet.

Der Administrator des VPN-Servers im Unternehmen muss zunächst eine VPN-Client-Verbindung für die Fritz!Box einrichten. Dazu verwendet er IPSec-Algorithmen, die er Ihnen als Benutzer zur Verfügung stellt. So können Sie Ihre VPN-Verbindung in der Fritz!Box einrichten.

Zu diesen Daten gehören die Internetadresse des VPN-Servers (Domain-Name), das IP-Netzwerk der Firma VPN, der VPN-Benutzername der VPN-Verbindung im VPN-Server und der voreingestellte Schlüssel der VPN-Verbindung im VPN-Server.

Die Fritz!Box VPN-fähig ist nur wenige Schritte entfernt.

Um eine VPN-Verbindung in Ihrer Fritz!Box einzurichten, melden Sie sich einfach in der Benutzeroberfläche der Fritz!Box an und gehen Sie wie folgt vor:

  • 1. Klicken Sie in der Maske links im Menü unter „Internet“ auf „Freigaben“ und wählen Sie die Registerkarte „VPN“.
  • 2. Klicken Sie unter der Registerkarte „VPN“ auf „VPN-Verbindung hinzufügen“ in der rechten unteren Ecke.
  • 3. Gehen Sie zu „Diese Fritz!box mit einem Firmen-VPN verbinden“ und klicken Sie auf „Weiter“ in der rechten unteren Ecke.
  • 4. Geben Sie die Daten, die Sie von Ihrem Administrator erhalten haben, in die dafür vorgesehenen Felder ein:
  • – Das Eingabefeld „VPN-Benutzername“ (auch Key-ID genannt) enthält die Key-ID der im VPN-Server für die Fritz!Box eingerichteten VPN-Verbindung (Beispiel: Max Mustermann).
  • – Das Eingabefeld „VPN-Passwort“ (auch Preshared Key genannt) enthält das Passwort für die VPN-Verbindung (Beispiel: Zjxp3j965lhr).
  • – Ihr Administrator wird Ihnen mitteilen, ob das VPN XAUTH verwendet wird – dies ist eine Erweiterung des IPSec-Netzwerkprotokolls. In diesem Fall erhalten Sie auch einen Benutzernamen und ein Passwort. Aktivieren Sie zunächst die Option „XAUTH“ und geben Sie die erforderlichen Daten in die entsprechenden Eingabefelder ein.
  • – Geben Sie im Eingabefeld „Internetadresse“ den Domain-Namen oder die feste IP-Adresse des VPN-Servers ein (Beispiel: sec.meinedomain.de oder 212.42.244.80).
  • – Das Eingabefeld „Remote-Netzwerk“ ist für das IP-Netzwerk der Firma VPN vorgesehen (Beispiel: 172.16.0.0.0).
  • – Das Eingabefeld „Subnetzmaske“ enthält die zum IP-Netzwerk der Firma VPN gehörende Subnetzmaske (Beispiel: 255.255.0.0.0).
  • 5. Aktivieren Sie dann die Option „VPN-Verbindung dauerhaft erhalten“ und bestätigen Sie alle Eingaben mit „OK“.
  • Dank der Option „VPN-Verbindung permanent halten“ baut die Fritz!box das VPN auf.